May 30th, 2026
Singen als Soziale Praxis
Das von Clara Maldener und Anouk Schmelz geleitete Projekt SASP (Singen als soziale Praxis) lädt zu einem offenen gemeinsamen Singen im Weidenpavillon im Senefelder Park (Offenbach) ein. Die Veranstaltung versteht Singen nicht primär als musikalische Aufführung, sondern als kollektive soziale und räumliche Praxis: als eine Form gemeinsamer Präsenz, Resonanz und situativer Gemeinschaftsbildung im öffentlichen Raum.
Im Zentrum stehen Fragen nach Stimme, Atmosphäre und Teilhabe. Wie verändert gemeinsames Singen die Wahrnehmung eines Ortes? Welche Formen von Begegnung und Gemeinschaft können durch kollektives Hören und Klingen entstehen? Der Weidenpavillon wird dabei nicht nur zum Veranstaltungsort, sondern selbst zum aktiven Teil des Settings – als gewachsene, offene Struktur zwischen Architektur, Landschaft und sozialem Experiment.
Die Veranstaltung ist bewusst niedrigschwellig angelegt. Musikalische Vorkenntnisse oder performative Ansprüche spielen keine Rolle; vielmehr geht es um das gemeinsame Erleben von Klang, Körperlichkeit und öffentlichem Raum. Das offene Format versteht sich als Einladung zur Teilnahme und zum Mitgestalten.

Der Weidenpavillon entstand im Rahmen von WDC 2026 und wurde von Greta Maldener, Johann Rambow sowie dem Kollektiv „Hada – Werkstatt für Gemeinwohl“ realisiert. Die erst Ende April fertiggestellte Struktur bildet mit ihrer lebendigen Weidenarchitektur einen besonderen Resonanzraum für die Veranstaltung – zu einem Zeitpunkt, an dem bereits die ersten Knospen austreiben und Wachstum unmittelbar sichtbar wird.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Offenbacher Kunstansichten statt. Die Teilnahme ist kostenlos und offen für alle – unabhängig von Alter, Erfahrung oder musikalischem Hintergrund. Das Projekt “Singen als Soziale Praxis” wird als freies Vorhaben bei Prof. Peter Eckart und Prof. Dr. Tom Bieling an der HfG Offenbach bearbeitet.